Zu Fuß durchs Himalaya, Nepal – #42

Was für ein krönender Abschluss dieses irren Abenteuers! Den letzten Monat unserer Weltreise haben wir in Nepal verbracht und die meiste Zeit umgeben von Achttausendern. Ein absolut einmaliges Erlebnis, geprägt von atemberaubender Natur, körperlicher Erschöpfung und diesem ständigen Gefühl, dass man diese letzten freien Tage richtig ausgiebig genießen sollte.

Und was macht man so in Nepal?

Nach einigen chaotischen Tagen in Kathmandu, die wir vor allem mit der Suche nach geeigneter Trekkingausrüstung verbrachten, ging es für uns nach Pokhara. Eine gemütliche kleine Stadt am Rande des Himalayas. Natürlich staubig und dreckig wie alle Städte in Nepal, aber irgendwie entspannt und ein guter Ort um eine fast 11monatige Weltreise ausklingen zu lassen.

Bevor es an das gemütliche Ende unserer Reise geht, kommt aber erst mal die größte und bisher bekloppteste Wanderung: 230 km, vermutlich um die 15.000 Höhenmeter, 14 Tage, von 800 auf 5400 Höhenmeter und natürlich auch wieder runter. Ein wahnsinnig anstrengendes, atemberaubend schönes Erlebnis, das wir hoffentlich nicht mehr so schnell vergessen.

Wir haben den höchsten See der Welt gesehen, Schneelawinen, unzählige Yaks und Blauschafe, super nette Menschen aus aller Welt und natürlich ziemlich viele Nepalesen. Der Anapurna Circuit mit Nebentreks hat es uns absolut angetan und auch wenn wir das kurz nach der Wanderung nicht für möglich gehalten hätten, würden wir vermutlich gleich noch mal los fliegen wenn wir es angeboten bekommen. Nepal kann schon recht anstrengend sein, von Sicherheit im Straßenverkehr kann keine Rede sein und nach 3 Wochen Myanmar hatten wir eigentlich keine Lust mehr auf Dreck und Staub. Aber die Sonne hinter einem 8000 Meter hohen Berg untergehen zu sehen während man einen leckeren Masalatee trinkt und aufs Abendessen wartet, ist schon ziemlich großartig. Ganz zu schweigen von der puren Freude die eine heiße Dusche auslösen kann oder wenn abends endlich der eine Kamin im Gastraum angefeuert wird. Was für eine Erfahrung…

Die letzten Tage…

Nach der wochenlangen Wanderung haben wir noch ein paar Tage in Pokhara verbracht, waren Paragliden, Boot fahren und so viele Souvenirs kaufen wie grade noch in unsere Backpacks gepasst haben. Und dann ging es mit kurzem Zwischenstopp in Dubai wieder nach Hause. Das Land in dem wir vor etwa einem Jahr dieses Abenteuer gestartet haben. So ein komischen Gefühl aus Freude und Bedauern, Traurigkeit und Aufregung. Das hat schon etwas länger gedauert bis sich das gelegt hat. Und jetzt werden wir uns in dieses so typisch deutsche Arbeitsleben stürzen und vermutlich wieder genau so viele neue Dinge lernen und sehen, nur eben nicht am andern Ende der Welt.

Wie es mit diesem Blog weitergeht habe ich noch nicht abschließend beschlossen. Momentan kämpfe ich noch mit dem „Du-bist-jetzt-erst-mal-hier-finde-dich-damit-ab“-Syndrom, gerade bei dem deutschen Wintersiff sehne ich mich nach einem Strand auf den Cooks oder der Hängematte auf Fidschi. Ich freue mich aber auch tierisch auf das, was sich in den nächsten Monaten entwickeln wird. Mir wäre nur einfach lieb wenn es sich morgen entwickelt 😉 Deshalb werde ich mir bis es soweit ist bestimmt noch eine Zukunft für Die Schönheit des Lebens überlegen.

Bis dahin einen wunderschönen Start ins neue Jahr und bis ganz bald, deine

 

 

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