Punta Arenas, Chile – #1

Unsere Weltreise beginnt wirklich am andern Ende der Welt. Punta Arenas, eine der südlichsten Städte des amerikanischen Kontinents, soll der erste Stopp einer langen Reise sein.

Punta Arenas liegt direkt an der Magellanstraße, einer der wichtigsten Handelsrouten bevor es den Panamakanal gab. Die Großstadt liegt inmitten von Nationalparks, weshalb sie vor allem wegen der vielfältigen Outdoorattraktionen besucht wird. Ein Spaziergang durch die Stadt zeigt das Leben der Chilenen hier am Ende der Welt. Starbucks und Pizza Hut sucht man hier vergeblich, dafür finden sich kleine „Nahversorger“ und ein paar andere Besonderheiten.

Was uns direkt aufgefallen ist?

Die gesamte Stadt besteht aus perfekt parallel angeordneten Einbandstraßen. Selbst der Rio de las Minas, der mitten durch die Stadt „fließt“, kann diese perfekte Symmetrie nicht zerstören. Vor jedem Haus steht eine kleine Gitterbox auf Stelzen, die als Mülleimer für die Anwohner dient. Vermutlich wird der Müll wegen der vielen Hunde auf der Straße nicht auf dem Boden gelagert. Einige der Hunde scheinen zwar einen Besitzer zu haben, viele streunen aber auch einfach durch die Stadt. Und wenn sie dich irgendwie interessant finden, folgen sie dir auch mal ein paar Blocks.

Anstatt Briefkästen gibt es hier häufig einfach nur ein Gummiband am Gartenzaun. Am besten gefallen uns aber die lebenden Parkuhren: Wenn man am Straßenrand parken möchte, stellt man sich einfach hin und hupt so lange, bis eine Politesse vorbeikommt und einem ein Ticket ausstellt. Da haben wir eine Weile gebraucht bis wir das geblickt haben 😉

Und wie sind die Leute hier so?

Außerdem sind die Menschen hier sehr hilfsbereit. Egal ob auf der Straße oder im Supermarkt, um die Touristen kümmern sich die Menschen hier wirklich gut 😉 Auch unser Airbnb-Host ist ein sehr offener Mensch der uns schon jede Menge Tipps verraten hat. Und uns beim Spanisch lernen hilft, ohne das ist es hier nämlich wirklich ein bisschen schwierig. Außerdem hat er uns empfohlen, eine Tour zur Isla Magdalena zu machen. Auf dieser Insel brüten jedes Jahr mehrere Tausend Magellanpinguine ihre Junge aus. Na das lassen wir uns doch nicht entgehen 😉 Weil ich von diesen zuckersüßen Tierchen jedoch viel zu viele Fotos gemacht habe, gibt’s den Beitrag separat.

Sightseeing in der Stadt

In Punta Arenas selbst gibt es leider nicht soo viel zu sehen. In einem halben Tag kommt man am Hafen, dem Hauptplatz, einem kleinen Aussichtsberg und einer der Hauptattraktionen, dem Friedhof, vorbei. Dieser war tatsächlich ziemlich interessant und vor allem ganz anders als in Deutschland. Es gibt riesige Familiengräber, die manchmal eher wie Kapellen aussehen, und als Kontrast meterhohe Grabwände, in denen man Sarg an Sarg beerdigt wird. Außerdem scheint den Chilenen sehr kunterbunter Grabschmuck zu gefallen.

 

All diese neuen Eindrücke haben wir an nur einem Tag gesammelt, mal sehen was die nächsten für uns bereit halten.

Liebe Grüße

Annka Die Schönheit des Lebens

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