Mandalay, Myanmar – #39

So nah an Thailand und Malaysia und doch eine so andere Welt. Mandalay ist die größte Stadt im Norden Myanmars und war unser erster Stopp im ehemaligen Burma. Schau dir an, was es auf den Straßen so zu entdecken gibt.

In Mandalay gibt es so viel zu sehen, was wir noch in keinem anderen asiatischen Staat gesehen haben. Der Verkehr ist ähnlich chaotisch wie in anderen asiatischen Großstädten, aber trotzdem irgendwie anders. Ich nehm dich mal mit auf einen kleinen Ausflug um den Block unseres Hotels.

Die Transportmöglichkeiten sind wirklich unbegrenzt. Menschen werden auf Fahrrädern, Rollern, Ladeflächen, Busdächern, Minibussen, normalen Bussen, Autos und soo viel mehr transportiert. Die günstigste Fortbewegungsart sind die Minibusse, die aus einem Pickup mit Metallgestell bestehen und auf der Ladefläche zwei Bänke haben. Die sind immer ziemlich voll, der „Schaffner“ steht hinten am Bus und brüllt vermutlich die Richtung in die er fährt (so gut ist unser Burmesisch noch nicht 😉 ). Als wir versucht haben einen der Busse anzuhalten haben wir uns gefühlt als wären wir die ersten Weißen die jemals in so einem Gefährt sitzen, wir wurden erst ziemlich verwundert angeschaut und dann lachte der ganze Bus als wir eingestiegen sind. Aber so war wenigstens gute Stimmung und ans Ziel gekommen sind wir auch irgendwie 😉

Für Waren gibt es mindestens genauso viele Möglichkeiten sie von A nach B zu schaffen. Hier zählt vor allem so viel wie möglich pro Fahrt zu transportieren 😉

Die Menschen hier tragen meist ihre traditionelle Kleidung, Strohhüte oder Körbe auf dem Kopf und die auffällige weiße Thanaka im Gesicht, eine Paste aus Baumrinde.

An Straßenrändern sitzen oft die Fahrer der Motorrad-Taxis zusammen und spielen eine Art Mensch Ärgere dich nicht, so sah das Spielfeld zumindest aus. Gewürfelt wird mit Muscheln und gekaut wird die ganze Zeit kun-ya, ein kleines Betelblattpaket das hauptsächlich aus Betelnuss besteht und eine alte Tradition hier in Myanmar ist. Es putscht auf und färbt den ganzen Mund rot, ein wirklich gewöhnungsbedürftiger Anblick. Neben furchtbaren Gesundheitsproblemen führt es außerdem dazu, dass ständig roter Matsch auf die Straße gespuckt wird, was für unser westliches Hygienebedürfnis doch eher grenzwertig ist 😉 Aber so ist das eben in anderen Ländern, und man gewöhnt sich an so einiges…

Neben dem normalen Straßentreiben gibt es in Mandalay wunderschönes Handwerk zu bestaunen. Wir waren, wie alle Touristen, in einer Holzschnitzerei und in dem Viertel, in dem die unzähligen Buddhafiguren aus Stein gemeiselt werden. Hätten wir einen Kontainer und nicht nur einen Backpack hätten wir hier auf jeden Fall zugeschlagen…

 

 

Neben den Menschen beeindruckten uns vor allem die Tempel, Stupas und Pagodas. Egal ob riesengroß und halb zerfallen, strahlend weiß oder geschmückt mit zahlreichen Buddhas, hier gab es wirklich viel zu sehen.

Und natürlich jede Menge Mönche, die nicht so viel mit dem Bild zu tun haben das ich von einem Menschen ohne Besitz hatte. Von den Mönchen mit Smartphones und Rayban-Sonnenbrillen kann man also auf jeden Fall noch etwas lernen 😉

Und zum Abschluss noch ein Foto von einem absoluten Must-See in Mandalay, dem Sonnenuntergang über der U-Bein-Bridge. Diese alte Holzbrücke über einen See zieht zahlreiche Einheimische und Touristen an und es war wirklich eine schöne Stimmung.

Das war schon mal ein kleiner Einblick in die erste Stadt, die wir in Myanmar gesehen haben. Inzwischen waren wir schon an einigen anderen Orten, also freu dich schon mal auf noch viel mehr Tempel und Buddhas und und und.

Ganz liebe Grüße aus Myanmar

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