Machu Picchu, Peru – #21

Ein absolutes Must-See in Peru ist selbstverständlich der Machu Picchu. Die Ruinen des alten Inkadorfs hoch oben in den Anden ziehen unzählige Touristen an. Und so natürlich auch uns.


Eine mystisch geheimnisvolle Stadt hoch oben zwischen zwei Berggipfeln voller Tradition und als Zeichnen harter Arbeit. Das ehemalige Inkadorf zwischen dem Huayna Picchu und dem Machu Picchu liegt nördlich von Cusco im Nirgendwo und ist für sparsame Backpacker nur mühsam zu erreichen. Die Anreise hat sich natürlich trotzdem gelohnt, auch wenn die Stimmung ohne so viele weitere Touristen mal wieder schöner gewesen wäre.

Die Anreise

Um nach Aguas Calientes, dem Dorf unterhalb des Machu Picchu zu gelangen, können Reisende mit großem Budget den Zug aus Cusco für einige Hundert Dollar buchen und sich bequem ins Dorf fahren lassen. Von dort geht es mit dem Bus hoch zum Machu Picchu und dann kann man gemütlich über das Gelände schlendern oder sich einen der vielen Reiseguides nehmen und etwas über die Geschichte erzählen lassen. Da wir natürlich nicht so viel Geld übrig hatten, entschieden wir uns für die kostengünstigere und irgendwie auch authentische Variante. Nach einer siebenstündigen Busfahrt gingen wir zu Fuß zwei Stunden lang nach Aguas Calientes um von dort, wie die Inkas eben auch, zu Fuß den Berg zu erklimmen. Hier sieht man ganz gut die Route, die wir dafür genommen haben. Die deutlich sichtbaren Serpentinen werden von den Bussen genutzt, der Fußweg geht inmitten der Busstraße auf steilen Steinstufen nach oben. Und um rechtzeitig vor den Touristenanströmen oben zu sein, startet man mit diesem Aufstieg morgens um 6 Uhr am Eingangstor im Tal. Das es währenddessen fast durchgängig regnete und natürlich stockdunkel war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Der Machu Picchu

Nach einer Stunde Aufstieg kamen wir endlich an der Inkastadt an. Da wir eine der ersten am Aussichtsplateau waren um das typische Foto zu machen, habe ich ein paar Schnappschüsse ohne Menschen machen können. Was die Inkas hier geschaffen haben, ist wirklich beeindruckend. Die Steine für ihre Häuser haben sie mit einfachsten Werkzeugen aus den hier oben vorhandenen Gesteinsbrocken geschlagen. Die Strohdächer haben sie mit Fett überzogen, um sie gegen Regen zu schützen. Und sogar eine Schule gab es hier oben auf Machu Picchu. Bei einigen der Tempel waren sie so gründlich, dass wir uns sicher waren, dass die Steine nicht mehr das Original sondern eine Nachbaute sein musste. Die mit Wasser und Sand perfekt geschliffenen Steine erinnerten uns ein bisschen wie eine Filmkulisse von Asterix und Obelix. Unser Guide versicherte uns aber, dass diese Gebäude noch original erhalten seien. Umso erstaunlicher, wie wahnsinnig viel Arbeitszeit die Inkas hier investierten.

Der Huayna Picchu

Auf dem typischen Foto des Machu Picchu ist im Hintergrund ein weiterer Berg zu sehen, der Huayna Picchu. Diesen kann man mit einer rechtzeitigen Reservierung ebenfalls besteigen, welche wir durch wahnsinnigen Zufall noch ergatterten. Pünktlich um 7 Uhr standen wir deshalb am Fuß des erschreckend großen Berges und warteten darauf weitere hunderte von Stufen auf den Gipfel steigen zu dürfen. Ich glaube mich haben Stufen selten so sehr genervt wie an diesem Tag. Die Aussicht vom Huayna Picchu war natürlich grandios. Und die ganze Plagerei hat sich mal wieder gelohnt. Und wie immer: der Abstieg war erstaunlich einfach und kam uns viel kürzer vor als der mühsame Aufstieg.

Die ehemalige Inkastadt hoch oben in den Anden zu besuchen war ein ganz besonderes und vor allem ein ganz besonders schweißtreibendes Erlebnis. Die Ausblicke waren es aber mal wieder wert und wir waren uns alle einig: wir würden es wieder so machen, aber frühestens im nächsten Jahr 😉 Ich schick dir jede Menge Grüße aus Peru, deine

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