Eine Gratwanderung am Quilotoa, Ecuador – #17

Auf 4000 Höhenmetern am Rande eines Kratersees laufen – ein wunderschönes Naturschauspiel das ziemlich viel Schweiß und Willenskraft gekostet hat. Aber die Ausblicke haben für die vielen Minuten Atemnot entschädigt.

In Ecuador erheben sich seit jeher majestätische Vulkane aus der Ebene. Der noch aktive Vulkan Quilotoa im Zentrum Ecuadors erreicht an seinem Kraterrand fast 4000 Höhenmeter und ist trotzdem recht einfach zu erreichen. Wenn man jedoch mehr als nur einen kurzen Blick von der Aussichtsplattform genießen möchte, muss man schon einige Schweißperlen lassen.

Der Weg zur Lagune

Ein steiler aber gut ausgebauter Weg führt vom Kraterrand 300 Meter hinunter direkt ans Ufer der Lagune. Bei unserem Besuch am späten Nachmittag waren wir völlig allein am Wasser und konnten die Stille des Sees ungestört genießen. Die leichten Wellen schlagen ruhig ans Ufer, außer gelegentlichen Vogelschreien ist nichts zu hören. Wir stehen am Steinstrand und um uns erheben sich die hohen und steilen Felswände des Kraters. Einmalig. Der Aufstieg ist es leider auch. Auf 4000 Metern 300 Höhenmeter zurück zu legen fühlt sich an wie 600 Höhenmeter auf Meeresniveau. Jeder Meter verlangt doppelt so viele Atemzüge wie normalerweise, bei jeder Pause hört man sein Herz so schnell schlagen, als wäre man den letzten Abschnitt gejoggt. Das motiviert nicht gerade für die doppelt so lange Tour um den Quilotoa, die für den kommenden Tag geplant ist.

Einmal um den Vulkan – Eine Gratwanderung

Es war so anstrengend! Und so wunderschön! Die Lagune oben am Kraterrand entlang zu umrunden bot uns atemberaubende Ausblicke auf den unter uns liegenden See und die Umgebung. Auf schmalen Trampelpfaden und zum Teil mit schwindelerregenden Abgründen rechts und links des Weges, umwanderten wir in guten vier Stunden die Lagune. Durch dichten Nebel und kurze Schauer, in Begleitung eines kleinen Hundes und völlig allein am Krater, bahnten wir uns unseren Weg. Trotz der Anstrengung hat sich die Tour um den Quilotoa in jedem Fall gelohnt, eine kräftezehrende Wanderung die mit grandiosen Ausblicken belohnt wurde.

 

 

Was hast du für Erfahrungen beim Wandern in luftiger Höhe gemacht? Werden sich unsere Körper jemals an die Sauerstoffknappheit gewöhnen?

Ganz liebe Grüße aus Ecuador, deine

2 Kommentare

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